Krisenintervention
Schnelle Hilfe in akuten Belastungen
Wenn plötzlich nichts mehr geht und Ihr Kind emotional stark überfordert ist, braucht es schnelle und klare Unterstützung. In meiner Praxis biete ich kurzfristige Hilfe in akuten psychischen Belastungssituationen an.
Krisen entstehen oft unerwartet – nach Konflikten, Verlusten, schulischer Überforderung oder inneren Zusammenbrüchen. Für Eltern ist das meist sehr belastend. In solchen Momenten geht es nicht darum, sofort alles zu lösen. Zunächst braucht es Orientierung, Stabilisierung und einen sicheren Rahmen. Ziel ist, Ihr Kind wieder handlungsfähiger zu machen und eine weitere Eskalation zu vermeiden.
Was ist eine psychische Krise?
Eine psychische Krise ist ein Zustand, in dem ein Kind oder Jugendlicher emotional so belastet ist, dass die bisherigen Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen. Gefühle wie Angst, Verzweiflung, Wut oder Leere können dann überwältigend werden.
Oft wird die Situation subjektiv als nicht mehr aushaltbar erlebt. Das kann sich in Rückzug, Kontrollverlust, impulsivem Verhalten oder starken Stimmungsschwankungen zeigen.
Wichtig ist: Eine Krise ist kein Zeichen von Schwäche. Sie zeigt, dass die aktuelle Belastung zu hoch geworden ist. Gleichzeitig ist sie ein sensibler Moment, in dem frühe Unterstützung besonders wichtig ist.
Woran erkenne ich eine Krise bei meinem Kind?
- plötzlicher starker Rückzug oder massive Überforderung
- heftige emotionale Ausbrüche oder ein Gefühl von innerem Chaos
- Aussagen wie „Ich kann nicht mehr“ oder „Alles ist zu viel“
- selbstverletzendes Verhalten oder entsprechende Andeutungen
- deutlicher Kontrollverlust, zum Beispiel durch impulsives Handeln
- panikartige Reaktionen oder extreme Angstzustände
- stark verändertes Verhalten innerhalb kurzer Zeit
Gerade in solchen Situationen ist es wichtig, nicht zu lange abzuwarten, sondern gezielt Unterstützung zu holen.
Wie arbeite ich in der Krisenintervention?
Ich arbeite mit strukturierten Krisengesprächen und gezielten Stabilisierungstechniken.
Der Fokus liegt dabei auf:
- schneller Stabilisierung und Reduktion akuter Überforderung
- Orientierung: Was passiert gerade und was hilft jetzt konkret?
- Emotionsregulation, unter anderem mit DBT-Bausteinen wie Achtsamkeit und Distress-Toleranz
- Sicherheitsplanung mit klaren Schritten für schwierige Situationen
- Einbindung der Eltern mit konkreten Handlungsstrategien für zu Hause
Die Arbeit ist bewusst direkt und praktisch. Es geht zunächst nicht um lange Analysen, sondern um Schritte, die sofort entlasten und Sicherheit geben.
Je nach Situation kann aus der Krisenintervention eine weiterführende Therapie entstehen.
Für wen ist das Angebot?
Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre in akuten Belastungssituationen sowie an deren Eltern.
Die Behandlung ist möglich für Privatversicherte, Beihilfe, Selbstzahler sowie im Rahmen der Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V. Gerade in Krisensituationen sind kurze Wartezeiten ein wichtiger Vorteil.
Häufige Fragen zu Krisenintervention
Wann sollte ich mir Hilfe holen?
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind emotional stark überfordert ist und Sie selbst nicht mehr gut einschätzen können, was jetzt hilft, ist das ein klares Signal. Besonders bei Selbstverletzung, starken Angstzuständen oder Kontrollverlust sollte früh gehandelt werden.
Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Akute Situationen werden nach Möglichkeit priorisiert. Ziel ist, zeitnah eine erste Stabilisierung zu ermöglichen und die nächsten Schritte gemeinsam zu klären.
Ist das schon eine langfristige Therapie?
Nicht unbedingt. Krisenintervention ist zunächst kurzfristig angelegt. Je nach Situation kann sich daraus eine weiterführende Begleitung entwickeln.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen die Kosten in der Regel. Bei gesetzlich Versicherten kann eine Kostenerstattung möglich sein. Mehr dazu finden Sie unter Ablauf und Kosten.
Was kann ich als Elternteil akut tun?
Wichtig ist, ruhig zu bleiben, Ihr Kind ernst zu nehmen und nicht sofort alles lösen zu wollen. Präsenz, klare Worte und das Organisieren von Unterstützung helfen meist mehr als lange Diskussionen.
Kontakt aufnehmen
Wenn Sie Unterstützung benötigen, finden Sie weitere Informationen unter Kontakt sowie zum Ablauf unter Ablauf und Kosten. Sie müssen eine akute Situation nicht allein tragen.
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