Depression
Wieder Zugang zum Alltag finden
Wenn Ihr Kind sich zurückzieht, antriebslos wirkt oder über längere Zeit traurig ist, stellt sich oft schnell die Frage: Ist das noch eine vorübergehende Phase oder steckt mehr dahinter? In meiner Praxis begleite ich Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Eltern dabei, depressive Symptome besser zu verstehen und Schritt für Schritt wieder mehr Zugang zum Alltag zu finden.
Depressionen zeigen sich oft leise. Weniger Energie, weniger Freude, mehr Rückzug – vieles wirkt zunächst unspezifisch. Deshalb schaue ich nicht nur auf einzelne Symptome, sondern auf die gesamte Lebenssituation. Die Therapie ist klar aufgebaut, verständlich und darauf ausgerichtet, echte Veränderungen im Alltag möglich zu machen.
Was ist eine Depression bei Jugendlichen?
Eine Depression ist mehr als eine schlechte Stimmung. Sie betrifft das Denken, Fühlen und Verhalten – oft gleichzeitig. Jugendliche erleben sich häufig als erschöpft, leer oder dauerhaft belastet. Dinge, die früher selbstverständlich waren, fühlen sich plötzlich schwer oder sinnlos an.
Typisch sind gedrückte Stimmung, Interessenverlust und verminderte Energie. Hinzu kommen oft negative Gedanken über sich selbst und die Zukunft. Bei Jugendlichen zeigt sich eine Depression allerdings nicht immer nur in Traurigkeit. Auch Reizbarkeit, Rückzug oder schulische Probleme können Ausdruck davon sein.
Deshalb ist es wichtig, genau hinzuschauen: Was hält die depressive Stimmung aufrecht, und an welchen Stellen lässt sich Veränderung anstoßen?
Woran erkenne ich eine Depression bei meinem Kind?
- deutlicher Rückzug von Freunden, Familie oder früher wichtigen Aktivitäten
- Antriebslosigkeit, Müdigkeit oder das Gefühl, nicht mehr in Gang zu kommen
- Verlust von Interesse an Dingen, die früher Freude gemacht haben
- negative Gedanken über sich selbst oder die Zukunft
- Reizbarkeit, schnelle Überforderung oder starke Stimmungsschwankungen
- Konzentrationsprobleme oder Leistungsabfall in der Schule
- Veränderungen im Schlaf oder Essverhalten
Viele dieser Symptome wirken im Alltag zunächst unscharf. Entscheidend sind Dauer, Intensität und die Frage, ob Ihr Kind dadurch deutlich eingeschränkt ist. Wenn sich das Verhalten über mehrere Wochen nicht verbessert, ist eine fachliche Einschätzung sinnvoll.
Wie behandle ich Depressionen?
Ich arbeite mit verhaltenstherapeutischen Methoden und beziehe – je nach Bedarf – DBT-Bausteine wie Emotionsregulation, Achtsamkeit und Distress-Toleranz mit ein.
Das kann zum Beispiel bedeuten:
- Aufbau von Struktur im Alltag, etwa durch kleine erreichbare Schritte
- Arbeit an negativen Gedanken und belastenden Selbstbewertungen
- Förderung von Motivation und Handlungsfähigkeit
- Training von Emotionsregulation im Umgang mit intensiven Gefühlen
- Achtsamkeitsübungen zur Stabilisierung
- konkrete Strategien für akute Belastungssituationen
Ein wichtiger Teil der Therapie ist, wieder in Bewegung zu kommen – nicht über Druck, sondern über machbare Schritte, die im Alltag wirklich umsetzbar sind.
Eltern können bei Bedarf einbezogen werden, um mehr Verständnis zu schaffen und Unterstützung im Alltag sinnvoll zu gestalten.
Für wen ist das Angebot?
Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre sowie an deren Eltern. Auch jüngere Kinder mit depressiven Symptomen können begleitet werden.
Die Behandlung ist möglich für Privatversicherte, Beihilfe, Selbstzahler sowie im Rahmen der Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V. Kurze Wartezeiten können gerade bei depressiven Verläufen sehr entlastend sein.
Häufige Fragen zu Depression
Ist das nur eine Phase oder schon eine Depression?
Stimmungsschwankungen gehören zur Entwicklung dazu. Wenn Rückzug, Antriebslosigkeit und negative Gedanken aber über Wochen bestehen bleiben und den Alltag deutlich beeinträchtigen, sollte genauer hingeschaut werden.
Wie lange dauert eine Therapie bei Depressionen?
Erste Veränderungen können oft schon nach einigen Wochen spürbar werden. Eine stabile Verbesserung braucht meist mehrere Monate. Ziel ist nicht nur, Symptome zu reduzieren, sondern den Alltag nachhaltig zu verändern.
Was ist, wenn mein Kind keine Hilfe annehmen will?
Das kommt häufig vor. Wichtig ist, Druck zu vermeiden. Ein erstes Kennenlernen kann helfen, Vertrauen aufzubauen und Widerstände zu verringern.
Werden die Kosten übernommen?
Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen die Kosten in der Regel. Bei gesetzlich Versicherten kann eine Kostenerstattung möglich sein. Mehr dazu finden Sie unter Ablauf und Kosten.
Was unterscheidet Therapie von „einfach reden“?
Therapie ist strukturiert und zielgerichtet. Es geht nicht nur um Gespräche, sondern um konkrete Strategien, Übungen und Veränderungen, die im Alltag wirksam werden.
Kontakt aufnehmen
Wenn Sie Unterstützung suchen, finden Sie weitere Informationen unter Kontakt sowie zum Ablauf unter Ablauf und Kosten. Frühe Unterstützung kann einen wichtigen Unterschied machen.
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